Die Klimaveränderungen schreiten voran und für viele Bäume, die bisher im Nordschwarzwald keine Chance hatten, heimisch zu werden und zu gedeihen, drehen sich die Verhältnisse zum Positiven. 
Doch ob eine Feige in unseren Breiten „durchkommt“, das hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber letztendlich muss man einen Anpflanzversuch unternehmen, um das herauszufinden.
Dieser Aufgabe stellen sich heutzutage viele Arboreten. Während früher vielfach das Ziel verfolgt worden war, die Vielfalt und das Exotische in der Baumwelt vor Augen zu führen, steht heute die Frage im Vordergrund, welche Baum- und Straucharten sind bei den vorherrschenden Klimaveränderungen in einem betreffenden Gebiet den anzutreffenden Gegebenheiten (Trockenheit und große Temperaturdifferenzen) am besten angepasst. Diese Entscheidung ist sowohl im Privaten, im heimischen Garten, im öffentlichen Raum (Straßenbegrünung) oder im Forst von entscheidender Bedeutung, sollen die Bäume und Sträucher mit ihrer relativ langen Lebensdauer an das Jetzt und das in der näheren Zukunft zu erwartende Klima möglichst optimal angepasst sein und zudem noch unter ökologischen Gesichtspunkten überzeugen.
Ein Arboretum in diesem Sinne hat somit die Aufgabe, dem Interessierten die klimaresistenten Bäume und Sträucher vorzustellen, die möglichst optimal an die lokalen Gegebenheiten aktuell und mittelfristig angepasst sind.
Es ist damit ein Anschauungsobjekt, diese Pflanzen zunächst kennenzulernen und auch gegebenenfalls ihre Früchte zu probieren. 
Warum ist dies überhaupt notwendig?
Zum einen gerieten viele Arten in Vergessenheit, andere, scheinbar ansehnlichere wurden bevorzugt, oft auch unter Vernachlässigung ökologischer Gesichtspunkte. Ein Musterbeispiel hierfür ist die allseits so beliebte Forsythie: Eine zugegebenermaßen recht auffällige und farbenprächtig blühende Strauchart, unter ökologischen Gesichtspunkten jedoch eine absolute Katastrophe. Die meisten Forsythien-Sorten sind steril und produzieren keinen nennenswerten Nektar oder Pollen. Dagegen signalisiert ihr auffälliges Gelb gerade diese Verlockungen für Insekten. 
Doch es ist ein Riesenbetrug: Die Insekten suchen vergeblich weiter nach Nahrung im vorherrschenden Gelb und vergeuden Kalorien bei dieser vergeblichen Suche. Weiterhin zeigt die Forsythie invasive Tendenzen: Über unterirdische Wurzelausläufer verbreitet sie sich gerne.

Eine echte Alternative wäre die Kornelkirsche, die früher üppig blüht und dabei eine Vielzahl an Blüten mit großen Mengen Nektar und Pollen als üppige Insektennahrung hervorbringt. Im Herbst bietet die Kornelkirsche eine Vielzahl an länglichen, tiefroten, essbaren Früchten, die gerne von Vögeln oder auch dem Menschen geerntet werden, um Marmelade oder Likör herzustellen.

An welche Arten ist bei einem Arboretum mit klimaresistenten „Zukunftsbäumen“ zu denken?